Veranstaltungen

Die Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich organisiert regelmäßig Vorträge mit ausgewiesenen Fachleuten. Tagungen, Exkursionen, Ausstellungsbesuche und Sonderveranstaltungen ergänzen das Programm.

Münzschatzfund

Do, 26. März ’26, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Agnes Aspetsberger MA

Im Mai 2021 wurde in einem Wald­grund­stück am Kersch­berg, Dietach, ein be­deu­tender Schatz ent­deckt. In Zu­sammen­arbeit mit dem Bundes­denk­mal­amt und anderen In­sti­tu­tionen wurde dieser Fund wissen­schaft­lich ana­ly­siert. Dabei wurden wert­volle Er­kennt­nisse ge­won­nen.

Blick in den Fluss 

Do, 19. Februar ’26, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Max Fiederling & Christian Beck (beide Uni Trier)

Im Rahmen des ERC Consolidator Grant STRADA wurden fünf Jahre lang die Verkehrs­wege von Aquileia nach Lauriacum unter­sucht. Die Flüsse spielten dabei eine wichtige Rolle, sind jedoch in der archäo­logischen Wahr­nehmung unter­repräsentiert.

Vindobona

Do, 20. November ’25, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Mag. Dr. Martin Mosser (Stadtarchäologie Wien)

Archäologie in einer Groß­stadt wie Wien zu betreiben hat besondere Heraus­forderungen. Der U-Bahn-Bau, umfangreiche Infra­struktur­maßnahmen und unzählige Bau­stellen er­fordern viel Finger­spitzen­gefühl, Durch­setzungs­vermögen, Geduld und Flexibilität.

Leben am Limes

Do, 23. Oktober ’25, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Alexander Habrich (Universität Wien)

Eine zwischen den Jahren 2020 und 2022 durch­geführte archäo­logische Unter­suchung in Mautern brachte be­deutende neue Er­kennt­nisse zur Siedlungs­struktur und Alltags­kultur des römischen Vicus östlich des Militär­kastells Favianis zutage.

Villa in Bestlage mit Mosaiken

Do, 2. Oktober ’25, 18.30

Vortrag im Stadtmuseum Wels Minoriten

Agnes Aspetsberger, Stefan Traxler (beide OÖLKG)
Astrid Stollnberger, Julia Rabitsch, Felix Lang (alle Universität Salzburg)


Seit 2023 finden am Reinberg in Wels Ausgra­bungen durch die Universität Salzburg und die OÖ Landes-Kultur GmbH in Kooperation mit dem Verein Römerweg Ovilava, dem Stadtmuseum Wels, der Gemeinde Thalheim und der Grabungs­firma ARDIS statt, um nähere Erkennt­nisse zu einem römischen Gebäudekomplex zu gewinnen.

Themen­abend Archäo­logie

Mi, 25. Juni ’25, 18.30

Vorträge im OK Linz, Deck

Agnes Aspetsberger, MA, Dr. Stefan Traxler (beide OÖLKG), Dr. Felix Lang (Universität Salzburg)

In Thalheim liegt ein aus­gedehnter römischer Gebäude­komplex mit Panorama­blick auf die Stadt Ovilava/Wels. Beim Themen­abend werden die Ergeb­nisse von drei Grabungs­kampagnen präsentiert. Absolutes High­light ist ein hervor­ragend er­haltenes drei­färbiges Mosaik. Ein zweiter Bei­trag widmet sich den zuge­hörigen Fund­münzen und der dritte Bei­trag dem inter­disziplinären Forschungs­projekt „Leben und Sterben am Donau­limes. Die Gräber­felder von Lauriacum/Enns”

Gräberfeld Ost von Ovilava/Wels

Do, 15. Mai ’25, 18.30

Vortrag im Stadt­museum Wels Minoriten

A.o. Univ.-Prof. MMag. Dr. Sylvia Kirchengast PhD und Dr. Dominik Hagmann BA MA (beide Universität Wien)

Die römische Stadt Ovilava (heute Wels in Ober­öster­reich) reprä­sen­tierte auf­grund ihrer güns­tigen Lage an der Kreuzung zweier bedeu­tender Fern­straßen eines der wichtigsten Handels- Kultur- und Ver­waltungs­zentren der Provinz Noricum. Im Rahmen von Rettungs­grabungen konnten zwischen 2004 und 2010 insgesamt 135 Körper­gräber und 292 Brand­gräber im Gräber­feld Ost frei­gelegt werden.

Grab­geschich­ten. Archäo­logische Ein­blicke in das Gräber­feld „Am Stein“

Di, 29. April ’25, 18.30

Vortrag im Sensen Museum Micheldorf

Ass.-Prof. PD Mag. Dr. Barbara Hausmair, Jennifer Portschy, MA (beide Universität Innsbruck)

Seit 2021 untersucht die Universität Inns­bruck mit Unter­stützung des Land OÖ im Rahmen von archäo­logischen Aus­grabungen ein früh­mit­telal­ter­liches Gräber­feld in Michel­dorf. Im Vortrag werden die aktuellen Zwischen­ergeb­nisse des Forschungs­projek­tes präsentiert und Ein­blicke in die Früh­ge­schichte von Michel­dorf geboten.

Amor & Co

Mi, 26. März ’25, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum, Enns

Mag. Dr. Barbara Tober (Universität Salzburg)

Im Gegen­satz zu den Häusern in Pompeji oder an anderen Fund­orten im Mittel­meer­raum finden sich römische Malereien in den Provinzen meistens nur als Frag­mente. In Enns gelang es in den letzten Jahren mehrere Decken- und Wand­malereien zu re­stau­rieren und zu re­kon­struie­ren.

Welterbe­rund­gang durch Enns

Fr, 25. Oktober ’24, 14.00 – 17.00

Welterbe­rundgang durch Enns
Kooperations­veranstaltung mit Museum Lauriacum

Mag. Eva Thysell MA BA (Forum Donaulimes)

Um das Welt­erbe in Lauriacum/Enns erlebbar zu machen, werden die beschrie­benen Kompo­nenten im Rahmen eines Rund­gangs unter der Leitung der Site Managerin des Forum Donau­limes (nationales Management des Donau­limes) besichtigt.

Archäo­logischer Stadt­spazier­gang durch Linz

Fr, 7. Juni ’24, 15.00 – 18.00

Archäologischer Stadtspaziergang durch Linz

Dr. Christina Schmid & Dr. Stefan Traxler (beide Gesellschaft für Archäologie in OÖ)

Wir begeben uns auf eine archäo­logische Spuren­suche im Zentrum von Linz. Der Rund­gang startet vor der Martins­kirche und führt unter anderem auch zum Linzer Schloss­museum mit dem Modell „Linz vor dem Groß­brand im Jahr 1800“.

Die Donau im Blick

Do, 23. Mai ’24, 18.30

Vortrag in der Welser Straße

Julia Klammer (Forum Donaulimes) & Stefan Traxler (OÖLKG)

Entlang des norischen Donau­limes sind zahlreiche mittel­kaiser­zeitliche Wachtürme und spät­antike burgi bekannt, es gibt aber auch lange Ab­schnitte ohne Hin­weise darauf. Ob das tatsäch­lich die römische Situa­tion widerspiegelt oder ob Wach­türme doch noch on der Land­schaft zu finden sind, ist ein wesent­liches Ziel des lau­fenden Pro­jektes „Die Wacht an der Donau“.

Der Donaulimes

Do, 28. März ’24, 18.30

Vortrag in der Welser Straße

Christian Hemmers (Forum Donaulimes)

Österreich hat Anteil an zwölf Welt­erbe­stätten und eine davon ist der Donau­limes. Von einfachen Wach­türmen bis zu großen Legions­lagern und dazu­ge­hörenden Sied­lungen ist alles am Donau­limes ver­treten und bietet Ein­blicke in 500 Jahre römische Kultur am Rande des Reiches.

Alte römische Fund­stellen wieder­ent­deckt

Do, 29. Februar ’24, 18.30

Vortrag in der Welser Straße

Dr. Felix Lang (Universität Salzburg), Klaus Löcker & Dr. Mario Wallner (beide Geosphere Austria)

In diesem Projekt wurden alle Infor­ma­tionen über Be­funde und Funde aus römischer Zeit im Salz­burger Seen­land zu­sam­menge­tragen und kartiert. Einige der Fund­stellen sind bereits seit über 100 Jahren bekannt, das Wissen über ihre exakte Lage ging aber verloren. Daher wurden sechs Fund­stellen in den Gemeinden Elix­hausen, Matt­see, Ober­trum, Schlee­dorf und See­kirchen aus­gewählt und geo­physikalisch untersucht.

Archäologie im Schloss

Do, 23. November ’23, 18.00

Themenabend der OÖ Landes-Kultur GmbH im Schlossmuseum Linz

Archäolog:innen der OÖLKG und der Universität Salzburg

Die Archäologie zur Römerzeit ist ein wichtiger Forschungsschwerpunkt der OÖ Landes-Kultur GmbH. Seit 2021 sind jeden Sommer Studierende der Universität Salzburg in Oberösterreich zu Gast, um hier das archäologische Handwerk zu lernen bzw. zu perfektionieren. Beim Themenabend „Archäologie im Schloss: Die Römer in Oberösterreich“ präsentieren Archäolog:innen der OÖLKG und der Universität Salzburg diese Grabungsprojekte.

Das Geld der Römer in Lauriacum

Do, 19. Oktober ’23, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum Enns

Klaus Vondrovec (Kunsthistorisches Museum Wien)

Mit der Ver­öffentlichung von 32.000 antiken Fund­münzen aus Enns und Um­gebung tritt Lauriacum neben Carnuntum an die Stelle der be­deutendsten und größten römischen Fund­plätze Österreichs.

Auf dem Weg von oder nach Hallstatt?

Do, 28. September ’23, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Helena Seidl da Fonseca, MA (Kuratorium Pfahlbauten)

Salz aus Hallstatt – das „weiße Gold“ – wurde bereits vor mehr als 3000 Jahren im Berg­werk abgebaut. Doch wohin gelangte das Salz? Wer profitierte von der Lager­stätte und wie weit reichten die Be­zie­hungen zwischen Salz­produzenten und -konsumenten?

Das Aisttal

Do, 29. Juni ’23, 18.30

Vortrag im Museum Pregarten

Mag. Julia Klammer (Landschaftsarchäologin)

Die Trasse des Aist­tales wird als natürlich vor­gegebene (prä-) historische Verkehrs­achse an­gesehen, die den Donau- mit dem Moldau­raum verband. Entlang ihres Transit­korridors haben sich diverse archäo­logische Spuren aus unter­schiedlichen Zeiten im Boden erhalten. Diese Spuren darzu­stellen, zu er­kennen, zu ent­schlüsseln, zu dokumen­tieren und zu inter­pretieren war Ziel eines 2019 durch­geführten Forschungs­projekts. So sollten zum einen bekannte Fund­stellen über­prüft, zum anderen aber vor allem un­bekannte Fund­stellen neu entdeckt werden.

Neue Münz­schatz­funde in Ober­österreich

Do, 25. Mai ’23, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Dr. Bernhard Prokisch (OÖLKG)

In den letzten drei Jahren traten in Ober­öster­reich drei mittel­alterliche Münz­schatz­funde zu Tage, die gemeinsam über 10.000 Münzen ent­hielten und das Wissen über den heimischen Geld­umlauf zwischen dem 13. Jahr­hundert und dem Aus­gang des Mittel­alters nicht un­wesent­lich bereichern.

Stadl­gasse – Ploch­berger­gründe – Schloss­park Hohen­lohe

Do, 27. April ’23, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum Enns

Eva Thysell (Universität Innsbruck) / Klaus Löcker – Mario Wallner (ZAMG Archeo Prospections)

Bereits ab der Mitte des 19. Jahrhunderts fanden sich südlich der Stadlgasse im Bereich des Schlossparks Hohenlohe und des Meierhofes Plochberger mehrere römische Steindenkmäler und Urnen. Aber erst mit ersten umfangreichen Ausgrabungen in den 1970er Jahren wurde die Gelegenheit ergriffen, sich diesem Fundplatz auch archäologisch näher zu widmen.

Bier – Speck – Blau­schimmel­­käse

Do, 23. März ’23, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Dr. Kerstin Kowarik (Natur­historisches Museum Wien)

Seit wann trinken wir eigentlich Bier? Seit wann essen wir Käse? Aktuelle inter­diszipli­näre Forschung zeichnet ein komplexes, faszi­nie­rendes Bild.

Neubau

Do, 27. Oktober ’22, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Robin Franke, MA (LMU München)

Die Siedlung in Neubau (Hörsching) ist charak­teri­siert durch eine komplexe räum­liche Gliederung mit enger, urban an­mutender Be­bauung und ein reich­haltiges Fund­spektrum. Der zeit­liche Schwer­punkt umfasst vor allem die jüngere Latène­zeit.

Eine taberna an der Nord­um­fahrung von Lauriacum

Do, 22. September ’22, 19.00

Vortrag im Ratssaal des Museum Lauriacum, Enns

Dr. Felix Lang (Universität Salzburg), Dr. Stefan Traxler (OÖLKG)

In der Zivil­siedlung, die um das Legions­lager von Lauriacum/Enns ent­stand, herrschte reges Treiben. Das gilt auch für den Be­reich entlang der „ersten Nord­umfahrung von Enns“.

Der Tassilo-Liutpirc-Kelch

Do, 23. Juni ’22, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

P. Altman Pötsch

Im Jahr 2016 wurde der berühmte Tassilo-Liutpirc-Kelch aus dem Stift Krems­münster (8. Jh.) von Experten des Römisch-Germanischen Zentral­museums in Mainz ausgiebig untersucht. Die Ergeb­nisse wurden 2019 in einer umfangreichen Mono­graphie veröffentlicht.

Ovilava digital

Do, 19. Mai ’22, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Mag. Michaela Greisinger, Mag. Magdalena Waser (beide Stadtmuseum Wels)
Petra Mayrhofer, MA


Das Stadt­museum Wels er­stellt seit einigen Jahren in Zusammen­arbeit mit dem Bundes­denkmal­amt einen digi­talen Stadt­plan des rö­mischen Wels/Ovilava.

Bilder einer Land­schaft

Do, 28. April ’22, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Mag. Julia Klammer (Universität Wien, Luftbildarchiv)

Unsere Land­schaft ist geprägt von archäo­logischen Fund­stellen. Manche davon ge­stalten unsere Land­schaft klar offen­sicht­lich, andere wiederum liegen ver­steckt im Ver­borgenen und warten darauf erst von uns ent­deckt zu werden.

Die mittel­neo­lithischen Siedlungs­be­stat­tungen von Ölkam

Do, 23. September ’21, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Doris Jetzinger, MA (Universität Wien)

Die mittel­neo­lithische Siedlung von Ölkam bei St. Florian ist unweit westlich der 1986 ent­deckten Kreis­graben­anlage gelegen. Zu­sammen mit dieser wurde sie zwischen 1992 und 1997 in einem Forschungs­projekt des ober­öster­reichischen Landes­museums teil­weise er­graben und archäo­logisch unter­sucht. Unter dem umfang­reichen Fund­material stechen vor allem zwei Fund­posten hervor: zwei Kinder­be­stattungen.