Vindobona

Die Stadtarchäologie in Wien und die Erforschung des römischen Vindobona

Do, 20. November 2025, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Mag. Dr. Martin Mosser (Stadtarchäologie Wien)

Römische Fundamentmauer mit anschließendem Backofen innerhalb der Lagervorstadt von Vindobona (U-Bahn-Grabung Wien 9, Frankhplatz 2022). Foto: Stadtarchäologie Wien.

Archäologie in einer Großstadt wie Wien zu betreiben hat besondere Herausforderungen. U-Bahn-Bau, Infrastrukturmaßnahmen und unzählige Baustellen erfordern viel Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen, um die notwendige wissenschaftliche Dokumentation archäologischer Fundstellen fachgerecht durchführen zu können. Nur in der Zusammenschau und der systematischen Dokumentation unzähliger Notgrabungen auf Wiener Stadtgebiet seit fast 150 Jahren ermöglichte es den römischen Siedlungsraum des antiken Vindobona in seinen Grenzen zu erfassen. So sind viele römische Gebäude, Straßen und Infrastruktur innerhalb des Legionslagers, der Lagervorstadt, der Zivilstadt, aber auch aus der Legionsziegelei bekannt und ergeben ein heterogenes Bild einer wichtigen Garnisonstadt am pannonischen Donaulimes.


Bevorstehende Veranstaltungen:

Faventina und Ursinus

Do, 15. Oktober ’26, 18.30

Vortrag im Kultos Ostermiething

Stefan Traxler (OÖLKG)

Beim Ab­bruch eines Hau­ses in Oster­miething wurde eine rö­mi­sche Stein­kis­te mit In­schrift ent­deckt. Sie er­in­nert an einen Guts­ver­wal­ter, des­sen Urne mit Sicher­heit von einem na­he­ge­le­ge­nen rö­mi­schen Gut­shof stammt, auf dem er und seine Frau ge­ar­bei­tet ha­ben.

Die Baracken der 1. Kohorte

Do, 26. November ’26, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum, Enns

Fabian Auer (Uni Innsbruck), mit Beitrag von Laurin Holzleitner (Museum Lauriacum)

Die Ausgrabung 2017 in Enns unter­suchte die Ba­ra­cken der Ersten Ko­horte. Sie klärte Bau­phasen und Um­bau­ten von 171/180 bis ins 4. Jh. n. Chr., be­son­ders die Um­ge­stal­tung zu Kor­ridor­ka­ser­nen im späten 3. Jh..