Vindobona

Die Stadtarchäologie in Wien und die Erforschung des römischen Vindobona

Do, 20. November 2025, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Mag. Dr. Martin Mosser (Stadtarchäologie Wien)

Römische Fundamentmauer mit anschließendem Backofen innerhalb der Lagervorstadt von Vindobona (U-Bahn-Grabung Wien 9, Frankhplatz 2022). Foto: Stadtarchäologie Wien.

Archäologie in einer Großstadt wie Wien zu betreiben hat besondere Herausforderungen. U-Bahn-Bau, Infrastrukturmaßnahmen und unzählige Baustellen erfordern viel Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen, um die notwendige wissenschaftliche Dokumentation archäologischer Fundstellen fachgerecht durchführen zu können. Nur in der Zusammenschau und der systematischen Dokumentation unzähliger Notgrabungen auf Wiener Stadtgebiet seit fast 150 Jahren ermöglichte es den römischen Siedlungsraum des antiken Vindobona in seinen Grenzen zu erfassen. So sind viele römische Gebäude, Straßen und Infrastruktur innerhalb des Legionslagers, der Lagervorstadt, der Zivilstadt, aber auch aus der Legionsziegelei bekannt und ergeben ein heterogenes Bild einer wichtigen Garnisonstadt am pannonischen Donaulimes.


Bevorstehende Veranstaltungen:

Rö­mische Städte

Marjeta Sasel Kos, Peter Scherrer (Hrsg.)
The autonomous towns of Noricum and Pannonia / Die autonomen Städte in Noricum und Pannonien
Situla 40 – 42, 2002-2004

Lochen – Latène­zeitliche Viereck­schanze

2006 konnte in einer Kooperations-Grabung von OÖ. Landesmuseen und Universität Wien (Lehrgrabung) die angeblich latènezeitliche Viereckschanze von Lochen untersucht und als neuzeitliche Anlage interpretiert werden. Die vorab durchgeführte Prospektion wurde von der Gesellschaft für Archäologie finanziert.