Themen­abend Archäo­logie

Münzen, Gräber Mosaike

Mi, 25. Juni 2025, 18.30

Vorträge im OK Linz, Deck

Agnes Aspetsberger, MA, Dr. Stefan Traxler (beide OÖLKG),
Dr. Felix Lang (Universität Salzburg)

In Thalheim liegt ein ausgedehnter römischer Gebäudekomplex mit Panoramablick auf die Stadt Ovilava/Wels. Seit 2023 finden dort Ausgrabungen der OÖLKG und der Universität Salzburg statt. Unterstützt werden die Archäolog:innen von Mitgliedern des Vereins Römerweg Ovilava, der Gemeinde Thalheim, dem Stadtmuseum Wels sowie der Grabungsfirma ARDIS. Beim Themenabend werden die Ergebnisse der drei Grabungskampagnen präsentiert. Absolutes Highlight ist ein hervorragend erhaltenes dreifärbiges Mosaik

„Enns Lagergraben“ (Gräberfeldprojekt/Skelette). Foto: BDA.

Die zahlreichen während der Grabung geborgenen Münzen geben u.a. Aufschlüsse zur Datierung der Anlage, die vom späten 1. bis ins frühe 4. Jahrhundert n. Chr. genutzt worden ist. Im größeren Kontext betrachtet, sind die Fundmünzen wichtige Quellen zur Wirtschaftsgeschichte im Norden der römischen Provinz Noricum.

Der dritte Teil des Themenabends ist dem interdisziplinären Projekt „Leben und Sterben am Donaulimes. Die Gräberfelder von Lauriacum/Enns gewidmet. Wissenschaftler:innen der OÖLKG, des Naturhistorischen Museums und der Universität Salzburg widmen sich gemeinsam mit internationalen Partnern zwei der insgesamt elf bekannten Gräberfeldern von Lauriacum. Die Gräber sind Spiegel des Lebens, geben unter anderem Auskünfte über Bestattungssitten und Glaubensvorstellungen aber auch zu Ernährung, Krankheiten, Verletzungen und manchmal auch zu den Todesumständen.
Abgerundet wird der Abend durch eine Präsentation zur Neukonzeption der Dauerausstellung Archäologie im Linzer Schlossmuseum.

Um Anmeldung wird gebeten unter: anmeldung@ooelkg.at
bis Dienstag, 24.06.25 mit dem Kennwort „Wi&Fo aktuell“.


Bevorstehende Veranstaltungen:

Rö­mische Städte

Marjeta Sasel Kos, Peter Scherrer (Hrsg.)
The autonomous towns of Noricum and Pannonia / Die autonomen Städte in Noricum und Pannonien
Situla 40 – 42, 2002-2004

Lochen – Latène­zeitliche Viereck­schanze

2006 konnte in einer Kooperations-Grabung von OÖ. Landesmuseen und Universität Wien (Lehrgrabung) die angeblich latènezeitliche Viereckschanze von Lochen untersucht und als neuzeitliche Anlage interpretiert werden. Die vorab durchgeführte Prospektion wurde von der Gesellschaft für Archäologie finanziert.