Die Donau im Blick

Altes und Neues zur Wachturmkette am norischen Donaulimes

Do, 23. Mai 2024, 18.30

Vortrag in der Welser Straße

Mag. Julia Klammer (Forum Donaulimes) & Dr. Stefan Traxler (OÖLKG)

Entlang des norischen Donaulimes sind zahlreiche mittelkaiserzeitliche Wachtürme und spätantike burgi bekannt. Zwischen den Kastellen platziert, sollen sie der Übermittlung von Nachrichten über Aktivitäten auf bzw. jenseits der Donau gedient haben. Manche Bauten wurden leider bereits zerstört, andere sind glücklicherweise erhalten geblieben und können vor Ort weiter untersucht werden. Längere Abschnitte entlang des Flusses ohne Hinweise auf Wachtürme/burgi geben Anlass zu Spekulationen: Hat es dort tatsächlich keine Objekte gegeben oder sind diese Lücken auf mangelnde Forschung zurückzuführen?

Die Veränderung der Donaulandschaft sowie nachantike Zerstörungen und Überbauungen erschweren jedenfalls die Suche. Die Frage, ob es tatsächlich Abschnitte ohne Wachtürme/burgi gegeben hat, oder ihre Reste doch noch in unserer Landschaft zu finden sind, ist ein wesentliches Ziel des laufenden Projektes „Die Wacht an der Donau“. Neben der Neubewertung von Archivalien und archäologischen Dokumentationen werden historische Flusskartierungen ebenso berücksichtigt, wie geologische Aufzeichnungen, Hochwasserberechnungen oder Sichtbarkeitsanalysen.


Bevorstehende Veranstaltungen:

Rö­mische Städte

Marjeta Sasel Kos, Peter Scherrer (Hrsg.)
The autonomous towns of Noricum and Pannonia / Die autonomen Städte in Noricum und Pannonien
Situla 40 – 42, 2002-2004

Lochen – Latène­zeitliche Viereck­schanze

2006 konnte in einer Kooperations-Grabung von OÖ. Landesmuseen und Universität Wien (Lehrgrabung) die angeblich latènezeitliche Viereckschanze von Lochen untersucht und als neuzeitliche Anlage interpretiert werden. Die vorab durchgeführte Prospektion wurde von der Gesellschaft für Archäologie finanziert.