Alte römische Fund­stellen wieder­ent­deckt

Die geophysikalischen Prospektionen im Salzburger Seenland im Rahmen des LEADER-Projektes „Vergraben und Vergessen“

Do, 29. Februar 2024, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Dr. Felix Lang (Universität Salzburg),
Klaus Löcker & Dr. Mario Wallner (beide Geosphere Austria)

In diesem Projekt wurden alle Informationen über Befunde und Funde aus römischer Zeit im Salzburger Seenland zusammengetragen und kartiert. Die häufigste Siedlungsform im ländlichen Raum stellen große landwirtschaftlichen Betriebe dar, die sog. Villae rusticae. Dabei handelte es sich um große alleinstehende Gutshöfe mit mehreren Wohn- und Wirtschaftsbauten. Einige sind bereits seit über 100 Jahren bekannt, das Wissen über ihre exakte Lage ging aber mit der Zeit verloren. Zudem waren nur kleine Ausschnitte untersucht worden. Daher wurden sechs Fundstellen in den Gemeinden Elixhausen, Mattsee, Obertrum, Schleedorf und Seekirchen ausgewählt, die in den Jahren 2021 und 2022 geophysikalisch untersucht wurden.

Das motorisierte Sensors & Software-Bodenradarmessgerät im März 2022 in Mattsee Schalkham im Einsatz. Foto: Geosphere Austria.

Durch den Einsatz von Geomagnetik und Georadar können große Flächen innerhalb kürzester Zeit „durchleuchtet“ werden. Dadurch werden archäologische Strukturen wie Gebäudegrundrisse, Gruben, Gräben und Brennöfen unter der Erdoberfläche festgestellt und das absolut zerstörungsfrei, da es zu keinen Eingriffen in den Boden kommt.

Im Vortrag werden die Ergebnisse der Prospektionen und der generelle Wissenstand zur römischen Besiedlung im Salzburger Seenland präsentiert.


Bevorstehende Veranstaltungen:

Faventina und Ursinus

Do, 15. Oktober ’26, 18.30

Vortrag im Kultos Ostermiething

Stefan Traxler (OÖLKG)

Beim Ab­bruch eines Hau­ses in Oster­miething wurde eine rö­mi­sche Stein­kis­te mit In­schrift ent­deckt. Sie er­in­nert an einen Guts­ver­wal­ter, des­sen Urne mit Sicher­heit von einem na­he­ge­le­ge­nen rö­mi­schen Gut­shof stammt, auf dem er und seine Frau ge­ar­bei­tet ha­ben.

Die Baracken der 1. Kohorte

Do, 26. November ’26, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum, Enns

Fabian Auer (Uni Innsbruck), mit Beitrag von Laurin Holzleitner (Museum Lauriacum)

Die Ausgrabung 2017 in Enns unter­suchte die Ba­ra­cken der Ersten Ko­horte. Sie klärte Bau­phasen und Um­bau­ten von 171/180 bis ins 4. Jh. n. Chr., be­son­ders die Um­ge­stal­tung zu Kor­ridor­ka­ser­nen im späten 3. Jh..