In den letzten drei Jahren traten in Oberösterreich drei mittelalterliche Münzschatzfunde zu Tage, die gemeinsam über 10.000 Münzen enthielten und das Wissen über den heimischen Geldumlauf zwischen dem 13. Jahrhundert und dem Ausgang des Mittelalters nicht unwesentlich bereichern.
Der Vortrag stellt diese drei, zum Teil noch unpublizierten Neufunde vor, berührt die jeweiligen Fundgeschichten ebenso wie die Zusammensetzung und Chronologie der Komplexe und ihre Stellung in der Fundlandschaft Oberösterreichs.
Teilansicht des Fundes von Landshut, 3. V. 15. Jahrhundert, Zustand nach der Auffindung. Foto: A. Bruckböck.
Beim Abbruch eines Hauses in Ostermiething wurde eine römische Steinkiste mit Inschrift entdeckt. Sie erinnert an einen Gutsverwalter, dessen Urne mit Sicherheit von einem nahegelegenen römischen Gutshof stammt, auf dem er und seine Frau gearbeitet haben.
Fabian Auer (Uni Innsbruck), mit Beitrag von Laurin Holzleitner (Museum Lauriacum)
Die Ausgrabung 2017 in Enns untersuchte die Baracken der Ersten Kohorte. Sie klärte Bauphasen und Umbauten von 171/180 bis ins 4. Jh. n. Chr., besonders die Umgestaltung zu Korridorkasernen im späten 3. Jh..