Das Geld der Römer in Lauriacum

Antike Fundmünzen aus Enns und Umgebung

Do., 19. Oktober 2023, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum Enns

Priv.-Doz. Dr. Klaus Vondrovec
(Kunsthistorisches Museum Wien)

Militärstützpunkt, Großstadt, Verkehrsknotenpunkt – all das war Lauriacum einst. Ein erster Meilenstein in der Erforschung dieser untergegangenen Metropole war 1892 die Gründung des ‚Musealvereines für Enns und Umgebung‘ und damit verbunden die Einrichtung des Museums.

Miliarense von Constantius II., Vorder- und Rückseite, 337–340 n. Chr. Foto: KHM.

Etwa 120 Jahre später erfolgte heuer mit der Veröffentlichung von 32.000 antiken Fundmünzen aus Enns und Umgebung ein weiterer Meilenstein; Lauriacum tritt damit neben Carnuntum an die Stelle der bedeutendsten und größten römischen Fundplätze Österreichs.

Der Vortrag führt zurück in die Zeit der Römer, als Münzen nicht nur Zahlungsmittel waren, sondern ebenso, mangels Zeitungen, das erste Massenmedium, denn sie trugen sorgfältig gestaltete Bilder und Botschaften ins gesamte Imperium, von Britannien bis Ägypten. Vor allem aber wird die Geldgeschichte Lauriacums erstmals gezeigt, anhand der Fundmünzen, die zum Großteil im Museum Lauriacum der Stadt Enns verwahrt werden.


Bevorstehende Veranstaltungen:

Villa Kirchberg

Do, 28. Mai ’26, 19.00

Vortrag im Dorfwirt Kirchberg

Eva Thysell (GesArchOÖ), Klaus Löcker (GeoSphere Austria), Stefan Traxler (OÖLKG)

Der „Heilige Brunnen“ bei Saul­dorf ist ein his­to­ri­scher Ort mit ei­ner Sa­ge und rö­mi­schen Fun­den. Mo­der­ne Un­ter­su­chun­gen be­stä­tig­ten ei­nen rö­mi­schen Gut­shof un­ter den Fel­dern, mit Haupt- und Ne­ben­gebäuden.

Archäologie & Zwangsarbeit

Do, 25. Juni ’26, 18.30

Vortrag in Gusen, Haus der Erinnerung

Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune

Dieser Vor­trag und eine Aus­stel­lung im Haus der Er­in­ne­rung zei­gen an­hand un­ter­schied­li­cher Per­spek­ti­ven den Zu­sam­men­hang zwi­schen Ar­chä­o­lo­gie des Grä­ber­fel­des von Gu­sen, Zwangs­ar­beit und na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Ideologie auf.