Neubau

ausgewählte Aspekte einer jüngerlatènezeitlichen Großsiedlung in Oberösterreich

Do, 27. Oktober 2022, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Robin Franke, MA (LMU München)

Seit 2020 wird vom Referenten ein Teil des Fundmaterials und der Grabungsdokumentation der jüngerlatènezeitlichen Fundstelle bei Neubau im Rahmen eines Dissertationsvorhabens bearbeitet.
Die Siedlung ist charakterisiert durch eine komplexe räumliche Gliederung mit enger, urban anmutender Bebauung und ein reichhaltiges Fundspektrum, durch das die Präsenz unterschiedlicher Handwerkszweige belegt wird. Der zeitliche Schwerpunkt umfasst vor allem die jüngere Latènezeit, wenige Objekte römischer Provenienz lassen jedoch das Ende der Laufzeit unklar erscheinen.

Gebäuderekonstruktionen über Befundplan. Darstellung: Thomas Simeth

Die Siedlung scheint neben einer Funktion als lokaler Marktort und Produktionszentrum auch eine Überregionale Bedeutung gehabt zu haben, wie Verbindungen im Fundmaterial zu verschiedenen weiteren bedeutenden Ansiedlungen der jüngeren Latènezeit in Oberösterreich andeuten. Gerade vergleichbare Objekte im bekannten Salzbergwerk in Hallstatt bzw. der zugehörigen Siedlungstelle auf der Dammwiese deuten einen Rolle der Neubauer Siedlung bei der Distribution von Salz an. Vor diesem Hintergrund sollen einige Aspekte der Großsiedlung in der Welser Heide präsentiert werden.


Bevorstehende Veranstaltungen:

Münzschatzfund

Do, 26. März ’26, 18.30

Vortrag in der Welser Straße 20

Agnes Aspetsberger MA

Im Mai 2021 wurde in einem Wald­grund­stück am Kersch­berg, Dietach, ein be­deu­tender Schatz ent­deckt. In Zu­sammen­arbeit mit dem Bundes­denk­mal­amt und anderen In­sti­tu­tionen wurde dieser Fund wissen­schaft­lich ana­ly­siert. Dabei wurden wert­volle Er­kennt­nisse ge­won­nen.

Welterbe Donaulimes im Fokus

Do, 23. April ’26, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum, Enns

Mag. Eva Thysel BA MA (Forum Donaulimes), Dr. Mario Wallner (Geosphere Austria), Dr. Stefan Traxler (OÖLKG)

Wissenschaftler:innen des Forschungs­netz­werks „Circum Lauriacum“ präsen­tieren die neuesten Ergeb­nisse der geo­physi­kalischen Messungen im Norden von Enns.