Hallstatt und seine Einzigartigkeit

Seit wenigen Tagen gräbt und untersucht das motivierte Grabungsteam den Bereich bei der Salinen Talstation. Für mich stellt sich aber die Frage, wieso gerade hier? Was macht diesen Platz in Hallstatt so besonders?

Dafür gibt es natürlich etliche Gründe. Die reichen Salzvorkommen in Hallstatt lockt seit über 7000 Jahren Siedler in diese Region. Salz, das „weiße Gold“, verwandelte diesen abgelegenen Ort in Oberösterreich zu einem entscheidenden Wirtschaftszentrum. Bis heute wird in Hallstatt Salz gewonnen. Richtig berühmt wurde der Fundort durch das von Johann Georg Ramsauer entdeckte Gräberfeld der Älteren Eisenzeit (ca. 800 bis 450 v. Chr.). Diese Entdeckung führte außerdem dazu, dass die Epoche die Bezeichnung „Hallstattzeit“ bekam.


Ausgrabung 1941 (Museum Hallstatt)

Und was reizte die Römer an Hallstatt?

Einige der seit Mitte des 19. Jahrhunderts getätigten römerzeitlichen Funde zeigen, dass spätestens mit der Provinzwerdung, vermutlich aber sogar schon vorher, das Imperium Romanum Interesse an Hallstatt zeigt. Bis heute fehlen zwar konkrete Belege für römerzeitlichen Salzbergbau in Hallstatt. Die einzige plausible Erklärung für die Anziehung Hallstatts ist selbstverständlich das Salz.

Trotz zahlreicher Ausgrabungen ist das Wissen um Aussehen und Größe dieser Siedlung, die zumindest bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. bestanden hat, sehr eingeschränkt. Die jetzigen Grabungen versuchen Licht in diese Unklarheit bringen.

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