Archäologie & Zwangsarbeit

Das bronzezeitliche Gräberfeld von Gusen

Do, 25. Juni 2026, 18.30

Vortrag in Gusen, Haus der Erinnerung

Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune

Das bronzezeitliche Gräberfeld von Gusen im Zusammen­hang mit national­sozialis­tischer Ideologie und Zwangsarbeit

Das bronzezeitliche Gräberfeld von Gusen ist schon lange in der Archäo­­logie bekannt, nicht zuletzt durch die Benen­nung eines Tassen­typs nach dem Fundort Gusen. Die Fund­u­mstände wurden jedoch geraume Zeit nicht thematisiert, wohl weil dadurch die Ver­quickung zwischen Archäo­­logie und National­­sozialismus bzw. dem Konzen­tra­tions­­lager­­system offensichtlich wird. Die Aus­stellung im Haus der Erin­nerung und der Vortrag zeigen anhand unter­­schied­licher Perspektiven den Zusammen­­hang zwischen Archäo­­logie, Zwangs­­arbeit und national­­sozialis­­tischer Ideologie auf.

Foto: Bundesdenkmalamt, Abteilung Archäologie, Mauerbach, Fotoarchiv.

Gusen, Haus der Erinnerung
Marcel-Callo-Straße 3
4222 St. Georgen/Gusen


Bevorstehende Veranstaltungen:

Faventina und Ursinus

Do, 15. Oktober ’26, 18.30

Vortrag im Kultos Ostermiething

Stefan Traxler (OÖLKG)

Beim Ab­bruch eines Hau­ses in Oster­miething wurde eine rö­mi­sche Stein­kis­te mit In­schrift ent­deckt. Sie er­in­nert an einen Guts­ver­wal­ter, des­sen Urne mit Sicher­heit von einem na­he­ge­le­ge­nen rö­mi­schen Gut­shof stammt, auf dem er und seine Frau ge­ar­bei­tet ha­ben.

Die Baracken der 1. Kohorte

Do, 26. November ’26, 18.30

Vortrag im Museum Lauriacum, Enns

Fabian Auer (Uni Innsbruck), mit Beitrag von Laurin Holzleitner (Museum Lauriacum)

Die Ausgrabung 2017 in Enns unter­suchte die Ba­ra­cken der Ersten Ko­horte. Sie klärte Bau­phasen und Um­bau­ten von 171/180 bis ins 4. Jh. n. Chr., be­son­ders die Um­ge­stal­tung zu Kor­ridor­ka­ser­nen im späten 3. Jh..