Archäologie & Zwangsarbeit

Das bronzezeitliche Gräberfeld von Gusen

Do, 25. Juni 2026, 18.30

Vortrag in Gusen, Haus der Erinnerung

Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune

Das bronzezeitliche Gräberfeld von Gusen im Zusammen­hang mit national­sozialis­tischer Ideologie und Zwangsarbeit

Das bronzezeitliche Gräberfeld von Gusen ist schon lange in der Archäo­­logie bekannt, nicht zuletzt durch die Benen­nung eines Tassen­typs nach dem Fundort Gusen. Die Fund­u­mstände wurden jedoch geraume Zeit nicht thematisiert, wohl weil dadurch die Ver­quickung zwischen Archäo­­logie und National­­sozialismus bzw. dem Konzen­tra­tions­­lager­­system offensichtlich wird. Die Aus­stellung im Haus der Erin­nerung und der Vortrag zeigen anhand unter­­schied­licher Perspektiven den Zusammen­­hang zwischen Archäo­­logie, Zwangs­­arbeit und national­­sozialis­­tischer Ideologie auf.

Foto: Bundesdenkmalamt, Abteilung Archäologie, Mauerbach, Fotoarchiv.

Gusen, Haus der Erinnerung
Marcel-Callo-Straße 3
4222 St. Georgen/Gusen


Bevorstehende Veranstaltungen:

Rö­mische Städte

Marjeta Sasel Kos, Peter Scherrer (Hrsg.)
The autonomous towns of Noricum and Pannonia / Die autonomen Städte in Noricum und Pannonien
Situla 40 – 42, 2002-2004

Lochen – Latène­zeitliche Viereck­schanze

2006 konnte in einer Kooperations-Grabung von OÖ. Landesmuseen und Universität Wien (Lehrgrabung) die angeblich latènezeitliche Viereckschanze von Lochen untersucht und als neuzeitliche Anlage interpretiert werden. Die vorab durchgeführte Prospektion wurde von der Gesellschaft für Archäologie finanziert.